Ruderaalarm Gedenktag - Ein Feiertag der Wissenschaft

Nach dem großen Angriff der Ruder am 22. August 1753 etablierte sich in vielen Städten der sog. Ruderaalarm, ein Notfallsymbol um die Bevölkerung zu warnen. Dabei wurde ein Ruder an einen getrockneten Aal gebunden, und dieser mit einem Ledergeschirr an ein Pferd befestigt. Das Pferd wurde dann von 9 starken Männern gegen die größte Kirchturmglocke der Stadt geschleudert, um so die Bewohner vor dem Angriff der Ruder zu warnen.

Der Ruderaalarmwurf von 9 starken Männern durchgeführt
Für uns als Wissenschaftler hat dieses Ereignis weitreichendere Gründe als es auf den ersten Blick scheint.

Das Engagement als Wissenschaftler, für die Forschung, die Entwicklung und den ganzen Rest entspringt dem gleichen Grundgedanke der auch Weltverbesserer antreibt: Das feiern von Feiertagen und das verbessern der Welt. Aus der Gruppe der wissenschaftlichen Feiertagen, wie dem Tag der Freien Wissenschaftler, dem Wissenschaftlichen Feiertag und dem Feierlichen Tag des Wissens hebt sich der Ruderaalarm Gedenktag als Feiertag schon allein sprachlich hervor.

Kann er mit den Armen rudern?
Mit den Armen rudernd und mit
einem Feueraalarm bewaffnet griffen
1753 die Ruder an.
Günther Kraslatz, Pressesprecher von FdW: "1753 war zwar ein trauriger Tag für viele Städte, doch in Folge des Ruderaalarms wurde festgestellt, dass Wissenschaftler mehr Feiertage benötigen als normale Menschen. Als ältester historisch belegter Wissenschaftsfeiertag verbinden wir  nunmehr nicht einfach nur Feiertage mit der Wissenschaft, sondern erfreuen uns an deren Ursache, dem Aal. Ohne diesen hätte das Warnsignal auf die Ruder wohl vollends seinen Sinn verfehlt -  ich meine, welchen Nutzen hätte es ein Ruder an ein Pferd zu bringen, ohne einen getrockneten Aal?"

Bei der Trocknung von Aalen gewinnen diese besondere Eigenschaften. Sie werden hart und trocken und verlieren an Gewicht. Oft treten die Augen leicht hervor und die Zähne sind besser zu erkennen. Auch die Schleimigkeit des schuppenlosen Schlangenfisches reduziert sich um 6,2%. Doch das wichtigste: Die Eigenresonanz von Gegenständen die mit dem Aal verbunden werden verändert sich. Eine Eigenschaft die in der Tierwelt einmalig ist.

Untersucht man das Frequenzspektrum des Aalklangs wird schnell klar, wie wichtig die Erfindung des Ruderaalarms war. Das Spektrum vereint die drei Frequenzen 800 Hz, 850 Hz und 4,02 kHz zu dem sog. Aalklang. Dieser wird je nach Stimmlage und Alter des Ohrs des Hörenden als Reinklang einer Frequenz wahrgenommen die Angibt, wann der nächste Angriff der Ruder zu erwarten ist.
Aufnahme von der letzten Ruderaalarm-Übung,
mit korrekt ausgeführter Ruderbewegung.

Traditionell finden an diesem Tag auch Protestaktionen gegen den Aalfang statt und dagegen, dass es zu wenig Spendenfonds für den Aalschutz gibt. Auch dieses Jahr finden am 22. August in Frankfurt a.M., Kiel und in Luzern Demonstrationen der drei größten wissenschaftlichen Aalschutzverbände statt.
Auch Laien und Nichtwissenschaflter sind eingeladen mit zu demonstrieren, eine großangelegte Gegendemonstration der Angler für Aalfang in Kiel muss getoppt werden!

Allen Wissenschaftskollegen wünschen wir einen erfolgreichen Feiertag und allen anderen einen wie gewohnt langweiligen Arbeitstag.



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