Ursprung des Zieleinlauf


Der Höhepunkt der kompetetivsten Wettkämpfe ist ohne Zweifel der Zieleinlauf. Kaum ein sportliches Ereichnis wurde häufiger Fotografiert, diskutiert, recherchiert und prediagnostiziert. Während dabei verwendete Begriffe wie Zielfoto, Zielline, ein Endspurt sofort klar sind, dürfte die genaue Herkunft des Wortes Zieleinlauf den meisten wohl schleierhaft sein.

 Ursprung

Der Begriff kommt nämlich nicht, wie die Englische Übersetzung 'finish' mutmaßen lässt aus Griechenland, dem Ursprung der Olympischen Spiele, sondern vom französischem 'en louf' (dt.: verrückt) und basiert auf einer Sage aus der Bretagne, genauer aus Finistère.
Im Jahre 1521 kam es wegen eines Dorfzwists zwischen den Dörfer San Móulet und Travinsouz zu einem gegenseitigen Handelsembargo. Dieses führte letztendlich - und zum Erstaunen der Experten - in beiden Dörfern zu einem Mangel an Trockenpflaumen. Durch das Fehlen der für die Verdauung so notwendigen Enzyme litten die Bewohner laut Sage jahrelang an Verstopfung, die später auch als Usache für die französische Phonetik und Intonation angenommen wird.

Erst mit der Erfindung des Einlaufs im Jahre 1592 konnte den Betroffenen und mittlerweile Verrückten geholfen werden. Dazu wurde den Bewohnern, nach einem kurzen Sprint definierter Strecke um die Muskulatur zu lockern ein Einlauf verabreicht. Auf dem Siegertreppchen, Ursprünglich als mehrstufige Toilette entwickelt, fand dann die Siegerentleerung statt, ein Ritual, das heutzutage leicht abgeändert mit der schäumenden Entleerung von Magnum-Sektflaschen gefeiert wird.

Entwicklung

Über die Jahre sorgte die steigende Beliebtheit der Olympischen Spiele dafür, dass der Zieleinlauf aus ethischen Gründen in Vergessenheit geriet. Zurück holte ihn jedoch die Entwicklung des Dopings, in den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Zunächst wurde dabei den Sportlern Wasser entzogen um ihr Gewicht zu reduzieren. Um größere gesundheitliche Schäden zu vermeiden, musste dieses Wasser direkt nach Rennende readdiert werden, weshalb an der Ziellinie Zieleinlaufläufer bereit standen um ihren Dienst zu leisten.
Um den Zieleinauf für den Zuschauer attraktiver und spannender zu Gestalten, entschied das Olympische Kommittee wenige Jahre später, nun auch den Zieleinlaufläufer mit Medaillien auszuzeichnen und führte die Sportart Zieleinlaufweitwurf ein.

Trivia
Der Zieleinlauf stellt für
Pferde eine Erfrischung dar

  • Das Betanken leerer Formel 1 Boliden direkt nach Rennende wird ebenso als Einlauf bezeichnet 
  • Während im Reitsport nur Jockeys mit der Dehydrierungsmethode gedopt werden, erhält dort das Pferd den Einlauf.
  • Bei Wassersportarten ist die Einlaufflüssigkeit zur besseren Sichtbarkeit dunkelblau gefärbt, wodurch Schwimmwettbewerbe den Beinamen 'Tintenfischrennen' bekamen.
  • Der Versuch des Briten Mark Seahocks, sich vor dem Rennen in Madrid 1948 einen Einlauf mit Wasserstoff zu verabreichen, führte durch ein mangelndes Rauchverbot bei den Läufern zum Ursprung des 'Feuerblitzes von Spanien'


Ein Artikel von Hans Dieter Kohr

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